DAIMLER: VERLAGERUNG DER ACHSEN-PRODUKTIONSLINIEN

Über die Daimler AG bzw. Mercedes-Benz Cars braucht man an dieser Stelle nicht viel zu sagen. Wer möchte, findet unzählige Artikel in den Medien … Viel interessanter ist es, über das kleinste Auto des Konzerns zu berichten. Wer weiß schon, dass die Idee des Smarts in den 80er Jahren entstanden ist. Etliche Hochschulen beschäftigten sich mit der Idee des Kleinstwagens. Die konsequente Vermarktung kam jedoch von Nicolas G. Hayek, dem Gründer der Swatch-Gruppe. Er wollte ein Swatch-Auto, das klein und vor allem günstig sein und (ähnlich den Swatch-Uhren) eine auswechselbare Karosserie haben sollte. Außerdem sollte in Zusammenarbeit mit der Bahn eine Mitführbarkeit des Wagens für weite Reisen gegeben sein, quasi als „Handgepäck“… Der heutige benzinbetriebene Smart aus dem Hause Daimler-Benz hat jedoch nichts mehr mit den Plänen des einstigen Swatch-Teams gemein.

Trotz gesunkener Verkaufszahlen (28.053 Zulassungen in 2012) wird heute noch in Deutschland für den Smart produziert. Von den 9 Mercedes-Benz Werken in Deutschland hat das Werk in Hamburg einen Teil übernommen. In Hamburg werden die Achsen, Lenksäulen sowie andere Systemelemente für nahezu alle Modelle der Marke Mercedes-Benz produziert.

Bei unserem Projekt im Daimler- Werk Hamburg ging es um die Verlagerung der Achsen-Produktionslinie des Smart vom Stadtteil Harburg nach Neu Wulmstorf.

Folgende Arbeiten konnten von uns durchgeführt werden:

  • Vorbereitung der Baustelle in Harburg durch externe Programmsicherung, Absicherung durch Bauzaun
  • Aufmaß der Anlagen durch unsere Obermonteure
  • Beginn der Demontage eines großen BAZ der Fa. Vogtland (Stückgewichte bis zu 30 Tonnen)
  • steuerungstechnisches Umprogrammieren der Vorderachslinie durch externe Hilfe
  • Demontage der Linien Vorderachse und Hinterachse inklusive Stahlbau mit Schrauber – Technik
  • Verladung der Anlagenteile, Transport der Anlagenteile im Pendelverkehr nach Neu Wulmstorf.

In Neu Wulmsdorf begann die Remontage des BAZ der Fa. Vogtland, die Remontage der Vorder- und der Hinterachslinie sowie die mechanische und elektrische Einkürzung der Vorderachslinie um 12 m.

Die sicherheitstechnischen Abnahmen durch die Firma Sick und den TÜV Nord wurden ebenfalls durch Convoi gesteuert. Die steuerungstechnische Einbindung ins Daimler- Betriebssystem erfolgte durch Convoi und beauftragte Partner. Letztendlich konnte die Inbetriebnahme der Anlagen bis zur fertigen Produktionsbereitschaft inklusive Produktionsbegleitung termingerecht durchgeführt werden.