INDUSTRIEVERLAGERUNG VON COSTA RICA NACH DEUTSCHLAND

In 2007/2008 wurde in der Nähe von San José in Costa Rica ein neues Werk vom Continentalkonzern errichtet. In diesem Werk sollten spezielle elektronische Baugruppen für Automatikgetriebe der Automobilindustrie des amerikanischen Marktes gefertigt werden. Eigens dafür wurde seit Sommer 2008 eine Anlagenlinie sowie diverse Bond- und Laserautomaten in das Werk geliefert. Als der Startschuß für die Produktion im November 2008 erfolgen sollte, brach durch die Weltwirtschaftskriese der gesamte Automobilmarkt incl. deren Zulieferer zusammen. Somit sind auch sämtliche Aufträge an Conti Temic Costa Rica storniert worden. Im Contikonzern wurde beschlossen, die kompletten Anlagen, welche zum Jahresende fertig montiert worden sind, aber auf diesen noch nicht ein fertiges serienreifes Produkt hergestellt wurde, nach Nürnberg zu verlagern.

Da in den letzten Jahren die Convoi GmbH für die Continental AG sehr viele Aufträge zur absoluten Zufriedenheit des Kunden abgewickelt hatte, erhielten wir auch diesmal wieder den Zuschlag für diese Verlagerung.

Es war ein Projekt mit viele Überraschungen. Nur 3 Tagen vor Anfang wurde Costa Rica von einem schweren Erdbeben, der Stärke 6,2, heimgesucht. Der staatliche Katastrophenschutz CNE rief den Notstand für die betroffenen Gebiete aus. Die Behörden warnten vor Nachbeben und Erdrutschen. Nach unendlich vielen Telefonaten wurde die Entscheidung getroffen den Verlagerungstermin nicht zu verschieben, da der Flughafen, die Innenstadt von San José, sowie das Werk von Conti incl. deren Zufahrtsstraßen von einer Zerstörung nicht betroffen waren.
Als die Convoiteure arrivierten hat sich erwiesen das die Werkzeugboxen mit sämtlichen Equipment auf dem Frankfurter Flughafen zurückgestellt worden waren, weil zuerst die Hilfsflüge des internationalen Katastrophenschutzes Priorität hatten. Also musste dem nötigsten Werkzeug aus einem örtlichen Baumarkt geholt werden.

Der ausgearbeitete Projektplan wurde akribisch überwacht. Das war deshalb um so wichtiger, weil die beiden Schiffstermine mit der entsprechenden definierten Ladekapazität, absolut fest gebucht worden sind. Das Verlagerungsvolumen betrug letztendlich 40 Seecontainer.

Unsere Convoiteure sind mit der Remontage der Anlagenkomponenten im Conti Temic Werk in Nürnberg voll im Einsatz gewesen. Kontinuierlich erreichten täglich die Container aus dem Hamburger Hafen das Firmengelände von Conti und wurden sofort von Convoi in Empfang genommen und nach zolltechnischer Freigabe entladen. Die Remontage is genau nach Zeitplan ausgeführt worden.

Technical details


Projekt
Industrieverlagerung, Productionsanlagen automatikgetriebe fur Automobilindustrie
Ort
Von Costa Rica nach Deutschland
Einzelheiten
Verlagervolume 40 Seecontainer - Herausforderung 3 Tagen vor Anfang schweren Erdbeben